15. - 16.09.2021 / ECC Berlin

Partnerinterviews

Partnerinterviews

Interviews 2021

Lesen Sie hier, warum unsere Partner auf dem BDEW Kongress 2021 vertreten waren.

Manon van Beek

Vorstandsvorsitzende und CEO, TenneT Holding B.V.

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Die ambitionierten Klimaschutzziele Deutschlands haben das nötige Tempo für die Energiewende nahezu verdoppelt. Ein gutes Zusammenspiel aller Akteure und die politische Unterstützung ist jetzt wichtiger denn je: um den Ausbau der Erneuerbaren genauso wie den Netzausbau zu beschleunigen und die richtigen Weichen für Wasserstoff zu stellen. Wir als TenneT ermöglichen nicht nur die Integration der Erneuerbaren und den Transport des Stroms quer durch die Republik – wir sind auch verlässlicher Partner bei der Dekarbonisierung der Industrie. Denn gemeinsam erreichen wir mehr.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Auch wenn es noch weit entfernt erscheinen mag: Wir müssen jetzt definieren, wie  die Netzinfrastruktur 2045 aussehen soll. Es ist das Rückgrat eines integrierten Energiesystems und damit Voraussetzung, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Gerade mit Blick auf Wasserstoff müssen dabei das Strom- und Gasnetz integriert gedacht und geplant werden. Zudem sollten die Potentiale von Offshore-Wind in der Nordsee ausgeschöpft werden. Mit technologischen Innovationen und grenzüberschreitenden Planungen bereiten wir den Weg, damit die Nordsee zum Windkraftwerk Deutschlands wird.

  

Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Bereits jetzt werden rund zwei Millionen Erneuerbare-Anlagen in das Energiesystem integriert und es wird immer kleinteiliger und komplexer. Entsprechend müssen die Netzinfrastrukturen immer "intelligenter" und digitaler werden. Um das zu gewährleisten braucht es neben klugen Innovationen auch immense Investitionen – und dafür einen nachhaltigen Regulierungsrahmen. Um die Stabilität des Systems zu erhöhen, müssen am Markt zudem Anreize für zukunftsfähige Investitionen wie stationäre Speicher und Sektorkopplungstechnologien geschaffen werden. 

Bernard Looney

CEO, bp

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Das ist ein großartiges Motto für diese Veranstaltung. Wir erreichen mehr, wenn wir zusammenarbeiten; das hat für den Energiesektor schon immer gegolten. Jetzt, wo Menschen immer mehr saubere, zuverlässige wie auch erschwingliche Energie nachfragen und brauchen, werden Partnerschaften und das Lernen voneinander wichtiger denn je, um die immer komplexeren Herausforderungen im Energiebereich zu lösen. Nehmen Sie die Dekarbonisierung des Verkehrs als Beispiel. Wir bei bp freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit BMW und Daimler bei einer digitalen Plattform sowie mit Volkswagen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur – damit wir das Laden von Elektrofahrzeugen schneller und einfacher machen.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Um die Ziele von Paris zu erreichen, muss sich die Welt vor allem auf die Sektoren konzentrieren, in denen die meisten Emissionen entstehen. Das bedeutet, dass die Bereiche Energie, Verkehr und Industrie, die für 70 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind, transformiert werden müssen. Ja, wir brauchen mehr Solar-, Wind- und Batterieunternehmen. Aber es ist nicht realistisch zu glauben, dass die Welt schnell genug Unternehmen mit grünem Geschäftsmodell gründen oder skalieren kann, um innerhalb des Pariser Zeitrahmens Klimaneutralität zu erreichen. Daher muss ein Schwerpunkt auf der Unterstützung von Unternehmen liegen, die ich als „Greening Companies“ bezeichne – etablierte Unternehmen, die heute noch nicht emissionsarm sind, die sich aber ernsthaft und nachdrücklich in diese Richtung bewegen. Und, was besonders wichtig ist, klare, glaubwürdige und transparente Pläne haben, um dieses Ziel zu erreichen.  


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Umbrüche sind nie einfach – sie sind komplex und chaotisch. Um einen gerechten Übergang zu ermöglichen und massive Verwerfungen im Leben der Menschen zu vermeiden, müssen die so genannten „Greening Companies“ unterstützt werden. Politische Unterstützung ist hier wichtig, die auch Anreize und Regulierung beinhaltet – bp setzt sich seit langem für die Bepreisung von CO2 ein. Partnerschaften zwischen Branchen, Regierungen und Gemeinden werden entscheidend sein. Investoren werden eine wichtige Rolle spielen müssen, indem sie ihren Einfluss als Eigentümer nutzen, um uns zu fordern, weiterzugehen und um uns bei der Transformation zu unterstützen. Und wir brauchen die besten Talente, die für uns arbeiten – Menschen, die zielstrebig und innovativ sind und dazu beitragen wollen, die größte Herausforderung der Welt zu lösen.

Dr. Werner Götz

Vorsitzender der Geschäftsführung, TransnetBW GmbH

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Die Ziele der Energiewende sind ehrgeizig. Sie erreichen wir nur mit einem starken Wir: in der Gesellschaft, in der Politik, in der Branche, als gemeinsames Committment für die Energiewende. Darum ist es gut, wenn wir beim BDEW-Kongress einen gemeinsamen Blick auf Herausforderungen und Lösungen werfen, national und international

 

In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Politisch in Sachen Akzeptanz und Beschleunigung, technologisch in der Digitalisierung. Wenn wir dabei die Energiewende vom Ende her denken, wird sie nicht auf halber Strecke stecken bleiben. 


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Das sind für mich vor allem die unterschiedlichen Geschwindigkeiten: der schnelle Ausstieg aus fossilen Energieträgern und Kernkraft, dagegen der langsame Ausbau von Erneuerbaren und im Netzausbau. Auch stehen hastige politische Entscheidungen mit teilweise geringer Halbwertzeit im Kontrast zu langwierigen Debatten um Akzeptanz vor Ort.  Wir dürfen hier nicht in eine Versorgungslücke hineinlaufen. 

Mario Mehren

CEO, Wintershall Dea

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind sich über das Ziel einig: Eine möglichst klimaschonende Energieversorgung. Nun müssen wir gemeinsam an die Umsetzung gehen. Technologieoffen und lösungsorientiert. Wir brauchen Strom und Gas, Erneuerbare und Wasserstoff. Was mir zudem wichtig ist: Gerade die Energiewende braucht schlaue Ingenieure und Vorreiterinnen. Deshalb dürfen wir das Thema Nachwuchs in den Ingenieurswissenschaften nicht aus dem Blick verlieren. Gemeinsam müssen wir mehr bei der MINT-Bildung in Schule, Beruf und Universität erreichen, um technische Berufe auch für Mädchen und Frauen attraktiv zu machen. Bei Wintershall Dea setzen wir seit jeher auf die klügsten Köpfe und unterstützen sie durch umfassendes Sponsoring von Bildungseinrichtungen und Forschungszentren. 

 

In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Die wichtigste Energiequelle im Kampf gegen den Klimawandel ist der politische Rückenwind aus Berlin und Brüssel. Nur damit können wir etwa das Megathema Wasserstoff erfolgreich angehen: Mit technologieoffenen Rahmenbedingungen, die auch eine Erzeugung durch Erdgas zulassen, in der Frage der CO2-Reduzierung mittels Carbon Capture and Storage (CCS) und mithilfe kraftvoller Anreize für einen wirkungsvollen Markthochlauf. Der Stand der Technik und unsere europäischen Partner sind hier bereits weiter – die nächste Regierung sollte unbedingt frischen Wind reinbringen, um den Aufbau eines Wasserstoffmarktes in Deutschland zu ermöglichen.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Mit digitalen Anwendungen und Systemen wollen wir einen Mehrwert schaffen: nicht nur in der Produktion und bei den Kosten, sondern vor allem auch bei unserer Nachhaltigkeitsbilanz. Energiemanagementsysteme helfen uns dabei, den Energieverbrauch in der Produktion und somit Emissionen zu senken. Wir verfolgen  das Ziel, bezahlbare Energie zu liefern. Angesichts schwankender Produktionsmengen der Erneuerbaren und des stetig steigenden Strombedarfs ist das eine große Herausforderung, der wir zuverlässig mit klimaschonenden Lösungen aus Erdgas begegnen.

Sven Becker

Sprecher der Geschäftsführung, Trianel GmbH

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

"WIR.ERREICHEN.MEHR“ steht für mich übergeordnet für alle Bereiche des Lebens. Auf unser Tagesgeschäft wie auch unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bezogen bedeutet es unter anderem, die Klima- und Energiewende als Haltung zu interpretieren, die sich in unseren Aktivitäten, in unserer kurz-, mittel- und langfristigen Strategie, aber auch in der Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern, Partnern und Kooperationen ausdrückt.

WIR.ERREICHEN.MEHR ist mehr als ein reines Maßnahmenpaket, ist mehr als Zahlen am Ende eines Jahres. Dieser Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass er ganzheitlich und nachhaltig aufgesetzt ist. 

 

In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Das absolut übergeordnete Thema für die gesamte Menschheit ist die Klima- und Energiepolitik. Der jüngst veröffentlichte IPCC-Bericht zeigt mit noch mehr Daten und Fakten auf, wie ernst die Lage ist. Die Erde und damit wir Menschen schweben in Lebensgefahr. Wir müssen schneller werden und viel beherzter zur Sache gehen. Es geht schlicht darum, unsere gesamte Art zu leben und mit Energie umzugehen, nachhaltig zu gestalten. Insbesondere die reichen Länder müssen mehr tun, um die eigenen CO2-Emissionen zu reduzieren, aber auch durch Technologieexporte und nachhaltige Entwicklungskonzepte den ärmeren Teilen der Welt helfen, zu einer signifikanten CO2-Reduktion zu gelangen.  


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Im Gegensatz zum oft schnelllebigen Einzelhandel sind wir Energieunternehmen eher langsamer unterwegs. Das heißt, alles was wir anfassen, muss strategisch gut durchdacht, langfristig umsetzbar und dabei auch wirksam und effizient sein.

Die Transformation zum dezentralen und digitalen Energiesystem ist extrem anspruchsvoll, weil das gesamte Energiesystem auf den Kopf gestellt wird. Produktion- und Verbrauchsstrukturen ändern sich atemberaubend schnell. Die Anforderungen an die Netze sind enorm. Hier haben nachhaltig nur Unternehmen eine Chance, die in der Lage sind, neu zu denken, sich ggf. anders am Markt aufzustellen und vor allem viel schneller als zuvor Antworten zu geben.

Wir als Trianel haben diese massive Herausforderung längst als Chance erkannt, hinterfragen und verändern Strukturen und Abläufe und entwickeln neue Ansätze, um Klimaschutz als Geschäftsmodell zu verstehen.  

Tobias Gehlhaar

Geschäftsführer des Bereichs Versorgungswirtschaft DACH, Accenture

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Aus der Energiewende ergeben sich bekanntlich große Herausforderungen, die weder eine Branche noch ein Unternehmen allein stemmen kann. Vielmehr sollten wir gemeinsam Lösungen für die drängendsten Aufgaben unserer Zeit finden und industrieweit sowie -übergreifend zusammenarbeiten. Dann erreichen wir mehr.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Großen Handlungsbedarf sehe ich unter anderem im Ausbau der Energieinfrastruktur. In diesem Kontext spielt die digitale Infrastruktur eine wichtige Rolle, genauso wie breit angelegte Aus- und Weiterbildungprogramme für die Mitarbeiter zu den entsprechenden Themen seitens der Unternehmen.

Um Dinge zu ermöglichen hilft es ganz allgemein, mit Offenheit und konsequentem Handeln voran zu gehen, besonders mit Blick auf technologische Möglichkeiten.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Häufig ist der erste Schritt, sich selbst zu überwinden. Die meisten Unternehmen meinen, sie müssten Probleme oder Herausforderungen allein meistern. In diesem Fall ist das aber nicht möglich. Für Energie-Unternehmen gilt es, das Silodenken aufzubrechen und mehr in Netzwerken zu agieren. Zusammenarbeit ist gefragt, auch jenseits von individuellen Schwierigkeiten. Gemeinsam können Unternehmen, Partner und Dienstleistende die entscheidenden Schritte in der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem realisieren und den Veränderungsprozess maßgeblich vorantreiben.  

Leonard Birnbaum

CEO, E.ON SE

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Ich bin davon überzeugt, dass uns Klimaschutz und Energiewende nur gelingen werden, wenn WIR das als gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit höchster Dringlichkeit angehen. Große Energie- und Netzunternehmen und Stadtwerke, börsennotierte Unternehmen und Genossenschaften, Politik, Verwaltungen und Bürgerinnen und Bürger müssen gemeinsam ein Ziel verfolgen und den Weg dahin gemeinsam festlegen. Gemeinsam ist der Kraftakt unsere Energiewelt nachhaltig und digital zu gestalten zu schaffen. Gemeinsam erreichen WIR das.

 

In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Wir brauchen dringend eine radikale Vereinfachung der Genehmigungsprozesse, um unsere Ziele beim Ausbau von Erneuerbaren und Netzen zu erreichen. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, wird die Energiewende scheitern. Zugleich brauchen wir eine angemessene Verzinsung unserer Investitionen in Netze. Eine erfolgreiche Energiewende braucht Anreize für Investitionen in die Netze und angemessene, international wettbewerbsfähige Investitionsbedingungen. Um unsere Emissionsziele zu erreichen, sind in den kommenden Jahren und Jahrzehnten enorme Investitionen in die Verteilnetze notwendig.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Wir brauchen dringend ein Netz mit smarten Mess- und Steuerungsgeräten. Mit immer mehr neuen Wind- und Solaranlagen auf der einen Seite sowie Wärmepumpen und Elektroautos, die zunehmend Strom ziehen, brauchen wir eine intelligente Systemsteuerung, um Schwankungen in Erzeugung und Verbrauch im Netz auszugleichen. Dabei kommen wir in Deutschland aus Datenschutzbedenken beispielsweise bei den Smart Metern nicht voran. Andere Länder sind viel weiter als wir, Schweden oder Italien beispielsweise. Hier muss die Politik schnell für stabile Rahmenbedingungen sorgen. 

Dirk Fieml

Geschäftsführer, tktVivax GmbH

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

In der künftigen digitalen Welt ist alles mit allem vernetzt. Das gilt nicht nur für IT-Systeme und Maschinen. Digitalisierung funktioniert nur, wenn auch Menschen sich vernetzen und vor allem vernetzt denken. WIR.ERREICHEN.MEHR fasst dies ausgezeichnet in nur drei Worten zusammen.

 

In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Um an einer vernetzten Welt teilhaben zu können, muss man erst einmal Zugang zu ihr bekommen. Die derzeit größte Herausforderung ist es deswegen, schnellstmöglich flächendeckende Breitbandnetze aufzubauen. Den Versorgungsunternehmen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Gleichzeitig eröffnet ihre neue Rolle als „Digitalversorger“ immense Möglichkeiten, sich in neuen Geschäftsfeldern zu positionieren und Business-Modelle zu entwickeln, die auf lange Sicht deutlich lukrativer sein können als die traditionellen Geschäftsmodelle.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Energieunternehmen müssen neu denken und sich vor allem auch prozessual neu aufstellen. Denn mit den tradierten Abläufen eines Versorgers sind die Herausforderungen nicht zu meistern. Die digitale Transformation und die Dezentralisierung setzen deswegen zwingend auch eine Neuordnung der Prozessorganisation voraus.

Georg Friedrichs

Vorstandsvorsitzender, GASAG AG

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Die Zielsetzung ist klar. Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Daher sind alle Technologien und Innovationen willkommen, die auf das Ziel einzahlen. Die besten Lösungen lassen sich bekanntermaßen erreichen, wenn miteinander an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet wird. „Wir.Erreichen.Mehr“ bedeutet daher für uns, die Energiewende zusammen und ohne Vorfestlegungen zum Erfolg zu bringen, sei es durch intelligente Vernetzung von Sektoren und Infrastrukturen, starke Partnerschaften oder durch einen vertrauensvollen Austausch zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. 


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Bisher war die Energiewende vor allem eine Stromwende - der Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung liegt bereits bei 50%. In den energieverbrauchenden Sektoren wie der Industrie, in Gebäuden oder im Verkehr ist dieser Anteil mit insgesamt ca. 15% allerdings deutlich geringer. All diese Bereiche stehen daher vor großen Herausforderungen und vor einem hohen Anpassungsbedarf auf dem Weg zur Klimaneutralität. Für Verbraucher wird der Wandel also mit zum Teil spürbaren Verhaltensänderungen verbunden sein, die vor allem dann mitgetragen werden, wenn Klimaschutz in den kommenden Jahren fair, sozial ausgewogen und pragmatisch betrieben wird.  


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Das Energiesystem der Zukunft wird sich verändern. Es wird immer vernetzter, dezentraler und digitaler werden. Sehr viel Zeit verbleibt für die Transformation aber nicht mehr. In gerade mal 23 Jahren muss das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden. Für Netzbetreiber mit langen Planungszeiträumen bedeutet das, dass jede Investitionsentscheidung in den Aus- und Umbau der Netze, die heute getroffen wird, auf dieses Ziel einzahlen muss. Das ist eine große Herausforderung. Und es ist daher umso wichtiger, dass zügig die entsprechenden regulatorischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden - dann können die Netze auch schnell fit gemacht werden für einen immer höheren Anteil grünen Stroms und klimaneutraler Gase.  

Dr. Niko Bosnjak

Leiter Kommunikation und Politik, Open Grid Europe GmbH

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Die Klimaneutralität ist eine Generationenaufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können. Dazu brauchen wir nicht nur Erneuerbare Energien und Stromnetze, sondern auch den Energieträger Wasserstoff. Erst mit Wasserstoff können wir eine Energiewende schaffen, die versorgungssicher, nachhaltig und bezahlbar ist. OGE treibt bereits seit Jahren gemeinsam mit verschiedenen Partnern Projekte voran, um Wasserstoff im deutschen und europäischen Energiesystem zu etablieren. Dabei vertrauen wir auf unsere jahrzehntelange Erfahrung im Gastransport, mit der wir auch den Energiemix der Zukunft gestalten. Nur wenn wir Strom- und Wasserstoffnetze zusammen denken, werden wir die Energiewende erfolgreich gestalten können. 


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Zwar haben wir es annähernd geschafft, die Hälfte des verbrauchten Stroms in Deutschland aus Erneuerbaren zu generieren. Allerdings besteht unser Energiesystem heute zu 80% aus Molekülen. Bei der Dekarbonisierung dieser 80% kommt dem Energieträger Wasserstoff eine zentrale Rolle zu. Wir müssen daher heute die Weichen stellen, um in Zukunft genügend Wasserstoff zur Verfügung zu haben, damit wir die Klimaneutralität vor 2050 erreichen. Die Politik sollte daher Wasserstoff in möglichst vielen Sektoren möglichst umfassend zur Anwendung kommen lassen – ganz im Sinne eines technologieoffenen Wettbewerbs unter den Energieträgern.

Genauso wichtig ist es, die hierfür erforderlichen Netze frühzeitig mitzudenken. Auf die im Juni verabschiedete Übergangsregulierung für Wasserstoffnetze muss nun zeitnah eine klare Finanzierungsperspektive folgen, die den Zeithorizont 2050 in den Blick nimmt. Nur mit einem gut ausgebauten Netz kann der Energieträger Wasserstoff künftig seine Vorteile in Sachen Speicherbarkeit, Transport und Flexibilität ausspielen. OGE ist hier bereits mit einer Vielzahl von Projekten dabei, das Wasserstoffnetz der Zukunft anzuschieben.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Für OGE stehen technische Sicherheit und Versorgungssicherheit an erster Stelle. Die künftige Herausforderung wird es sein, trotz dezentraler, teils fluktuierender Erzeugung eine gleichbleibende und stabile Versorgung zu gewährleisten. Gleichsam müssen wir uns gegen Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur zu wehren wissen. Trotz der Transformation unseres Energieträgers hin zu Wasserstoff machen wir unsere Netze gleichzeitig fit für die dezentrale und digitale Zukunft. Denn die Energiewende wird nur gelingen, wenn wir auch künftig einen versorgungssicheren Transport anbieten.

Stefan Kapferer

Vorsitzender der Geschäftsführung, 50Hertz

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Klimaneutralität 2045 bedeutet, dass wir als Energiewirtschaft deutlich mehr erreichen müssen. Aber nicht nur wir. Um voranzukommen brauchen wir ein Unterhaken von Verwaltung, Wirtschaft und Politik. Denn Tempo ist der Schlüssel zur Zielerreichung. 


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Wir alle müssen jetzt gemeinsam „mehr vom Richtigen“ tun. Wir von 50Hertz überprüfen gerade rigoros, wo wir interne Herangehensweisen und Prozesse verändern müssen, um sämtliche Beschleunigungspotentiale zu heben. Dringenden Handlungsbedarf sehen wir aber auch bei Bundes-, Landes- und  Kommunalbehörden, deren Entscheidungen oftmals wegen mangelnder Personal- und IT-Ausstattung den Flaschenhals bilden bei all den großen und kleinen Infrastrukturprojekten der Energiewende. Die Verwaltungen müssen rasch befähigt werden, effizienter und zielorientierter zu agieren. 


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Digitalisierung ist der Schlüssel, um immer mehr Erneuerbare sicher und stabil in unser Gesamtsystem integrieren zu können. Die Bereitstellung von aggregierten Last- und Erzeugungspotenzialen für Systemdienstleistungen ist nur ein Beispiel von vielen. Dafür sind qualifizierte Fachkräfte erforderlich, die wir halten und um die wir uns noch intensiver bemühen müssen. Da spielt die Frage einer modernen Arbeitswelt und Themen wie gesellschaftliche Diversität eine große Rolle – Dinge die für ein zukunftsorientiertes Unternehmen selbstverständlich sein sind.

Dr. Martin Schumacher

Vorstandsvorsitzender ABB Power Grids Germany AG

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Die Energiewende ist eine große Herausforderung. Speziell für elektrische Energie heißt das zum Beispiel, dass niemand bisher eine Volkswirtschaft – und schon gar nicht eine hoch industrialisierte – ganz oder weitestgehend aus variablen erneuerbaren Energiequellen versorgt hat. Wir werden das nur schaffen, wenn wir alles verfügbare Wissen und alle Ideen mobilisieren. „Wir erreichen mehr“ heißt für mich deshalb, dass wir gemeinsam an Lösungen arbeiten müssen. „Wir“ heißt im Falle der elektrischen Energieversorgung sicher Netzbetreiber, -ausrüster und -nutzer, aber auch Politik und Gesellschaft. Ein gutes Beispiel dafür sind übrigens die großen Forschungs- und Demonstrationsprogramme Sinteg und Kopernikus, an denen Hitachi ABB im Netzprojekt ENSURE maßgeblich beteiligt ist.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Als Netzausrüster fällt uns schon seit langem auf, dass wir in der Entwicklung der Infrastruktur überwiegend reaktiv handeln. Durch den Netzausbauplan und die zugrunde liegenden Szenarien haben wir dies beim Ausbau überwunden, aber nicht bei der funktionalen Weiterentwicklung der Netze. Hier müssen wir gemeinsam erarbeiten, was wir von den Netzen künftig erwarten und dies gemeinsam „ermöglichen“, in dem wir vorhandene Technologien einsetzen, um die Netzqualität zu erhöhen (STATCOM, MSCDN), innovative Produkte ins Netz bringen (HVDC, Speicher) um mehr Erneuerbare integrieren zu können und Digitalisierung nutzen, um mehr Flexibilität zu erreichen.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Das schließt direkt an den vorhergehenden Punkt an: Wir brauchen eine gemeinsame Vorstellung, was wir unter dem dezentralen und digitalen Energiesystem überhaupt verstehen, warum wir darin was brauchen und wann, und dann müssen wir gemeinsam dafür sorgen, dass es so kommt. Wir werden in Zukunft mehr elektrische Energie brauchen und gleichzeitig erheblich mehr Erneuerbare Energien ins Netz integrieren. Das erfordert Investitionen in den Netzausbau und vor allem auch in die Netzstabilität. Dadurch wächst auch die Komplexität der Netzsteuerung und um Systemstabilität zu gewährleisten, müssen wir den Grad der Digitalisierung in den Netzen erhöhen bis hin zu teilweise autonom geführten Netzen.

Clemens Hecker

Director and Head of Energy Consulting Germany, AFRY Management Consulting

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Sektor-übergreifende Zusammenarbeit ist viel mehr als die Addition der Beiträge einzelner Akteure, was sich am Thema Elektromobilität gut verdeutlichen lässt. So können beispielsweise durch die Zusammenarbeit von Energiewirtschaft, Fahrzeugindustrie und Verkehrsplanern kostengünstige Speicherlösungen für erneuerbare Energien erschlossen werden. Deutschland hat sich mittlerweile zum Leitmarkt für Elektromobilität entwickelt, auf Platz 2 hinter China. Der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen hat sich mehr als verdoppelt, der von Plug-In Hybriden mehr als verdreifacht. Das sind gute Nachrichten für Umwelt und Wirtschaft.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Generell haben Wirtschaft und Verwaltung einen hohen Nachholbedarf in Sachen Digitalisierung. Der Einsatz neuer digitaler Technologien steigert Innovationskraft und Skalierbarkeit ganz erheblich. Diese Technologien verbessern die „User Experience“ und damit den Nutzen bestehender Lösungen für die Kunden. Sie optimieren aber auch die internen Abläufe und sorgen dadurch für Effizienzgewinne sowie Kostenersparnisse. Besonders „Machine Learning“ und „Edge Computing“ werden in dem Zusammenhang immer noch unterschätzt.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Eine Herausforderung liegt in der schnelleren Anpassung von Organisationsstrukturen , um neue Geschäftsmodelle und Produkte zu entwickeln und zu implementieren. Weitere Anstrengungen sind bei der Beseitigung von Engpässen bei der Digitalkompetenz und der Verwendungen offener Standards, die für eine tiefere Integration unbedingt notwendig sind, erforderlich. Letztendlich müssen Digitalisierung und Dezentralisierung der Energiesysteme dem Nutzer auch besser erklärt werden, sonst wird eine Umsetzung nur zögerlich erfolgen.

Ulrich Hempen

Head of global Key Account & Industry Management, Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Wir in Deutschland haben zu Beginn der 80ziger Jahre führend an der Entwicklung der Windenergienutzung, in den 90ziger Jahren der Photovoltaik und seit den 2010 Jahren an der Smart Grid Technologie gearbeitet. Der BDEW Kongress ist einer der wesentlichen Treffen der Spezialisten und Entscheider, diese technologischen Entwicklungen auch weiter voranzutreiben. „Wir erreichen mehr“ ist für mich daher das passende Motto, da es bestätigt was eine Tatsache ist: Mit dem BDEW und seinem Kongress erreichen wir mehr technologischen und auch geschäftlichen Erfolg für uns und unsere nachfolgenden Generationen.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Der weitere Primärenergiewandel, die daraus folgende notwendige Netzstabilität im Smart Grid, die für die CO2 Reduktion notwendige Umstellung der mobilen Fahrzeuge und der dafür notwendigen Ladeninfrastruktur sind für uns die wesentlichen Aufgaben, die wir lösen und „ermöglichen“ müssen.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Dezentralität benötigt Skalierbarkeit und Modularität. Dies bedeutet in kleinen skalierbaren Einheiten zu denken, Lösungen zu entwickeln und diese mit einem maximalen Grad an Digitalisierung 100 % verfügbar zu machen sehen wir als eine der größten Herausforderungen.

Dr. Cornelius Anger und Markus Dieterle

Partner Power & Utilities, Siemens Advanta Consulting

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Zwei Gedanken verbinden wir mit dem Leitmotiv des Kongresses:

Erstens: Bei der Menschheitsaufgabe Klimaschutz sind wir in der Energiewirtschaft diejenigen, auf die es ankommt. Aber eben auch die, die gleichzeitig Vieles bewegen und erreichen können.

Zweitens: Wenn wir dabei offen sind für neue Ideen und konstruktiv zusammenarbeiten, dann erreichen wir mehr. Und das Ganze ist viel mehr als die Summe der Teile.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Mehr als andere Industrien ist die Energiewirtschaft vom regulatorischen Rahmen abhängig, in dem sie sich bewegt. Insofern hat der BDEW mit seinen zehn Handlungsempfehlungen für die kommende Legislaturperiode klar herausgearbeitet, wo derzeit der größte Bedarf besteht, um es der Energiewirtschaft zu ermöglichen, ihren Beitrag zu Klimaschutz und Erreichung der deutschen Klimaziele zu leisten: Insbesondere auf Seiten des Gesetzgebers, wobei hier vor allem das Auslösen eines Booms in der installierten Wind- und PV-Erzeugungsleistung sowie die Stärkung der Netzinfrastruktur für die Zukunft hervorzuheben sind, ohne die die Energiewende in Deutschland nicht gelingen wird.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Über das dezentrale und digitale Energiesystem haben wir lange als Fernziel gesprochen. Mit dem von immer mehr Autoherstellern erklärten Abschied vom Verbrennungsmotor und der sich abzeichnenden weitgehenden Elektrifizierung des Verkehrs ist ein Kipp-Punkt erreicht, nach dem insbesondere die Transformation der Netze in Richtung Smart Grid mit hoher Geschwindigkeit erfolgen muss. Die noch laufende Umsetzung von Redispatch 2.0, in einem aus Netzsicht kurzen Zeitraum, vermittelt dabei einen Eindruck von der Komplexität, eine digitale Transformation, die sich nicht eingrenzen lässt, sondern alle Unternehmensfunktionen und -prozesse betrifft, erfolgreich in kurzer Zeit zu meistern.

Dr. Urban Keussen

Vorstand Technik, EWE AG

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Im  diesjährigen Leitmotiv findet sich für mich die Einsicht, dass die komplexen Herausforderungen unserer Zeit am besten gemeinsam bewältigt werden können. EWE lebt diesen Gedanken und setzt bewusst auf Kooperationen und Partnerschaften mit zahlreichen großen und kleineren Akteuren – beispielsweise beim Glasfaserausbau mit der Telekom im Gemeinschaftsunternehmen Glasfaser Nordwest, bei der europaweiten Entwicklung von Onshore-Windprojekten mit der Aloys Wobben Stiftung im Joint Venture Alterric oder bei unseren verschiedenen Wasserstoff-Projekten. Gleichzeitig bringt das Leitmotiv in Erinnerung, dass wir insgesamt - als Branche, innerhalb der Politik und als gesamte Gesellschaft – deutlich mehr in Sachen Klimaschutz und digitaler Teilhabe erreichen können und müssen. Dafür ist es jedoch wichtig, dass jeder seinen Beitrag leistet, wir Sektoren miteinander verbinden und die notwendigen Veränderungen hin zu grünen und digitalen Technologien und transformierten Wirtschaftskreisläufen als Chance und nicht als Bedrohung oder Beschränkung verstanden werden.

Unser Start-up BEENIC mit der Marke BEENERA ist dieses Jahr ebenfalls mit einem Stand auf dem BDEW-Kongress vertreten. Das Team nutzt Daten intelligenter Stromzähler, die in einer App gebündelt und als White-Label-Lösung vor allem Energieunternehmen angeboten werden. Die App visualisiert den Energieverbrauch, um das Verbrauchsverhalten transparent zu machen und so einen sensibleren Umgang mit Energie anzuregen.  Darüber hinaus macht die App die Einspeisesituation von Photovoltaikanlagen sichtbar und hilft damit, Erzeugung und Verbrauch in Einklang zu bringen. Unser Digitalisierungsteam verknüpft die Zählerdaten mit Instrumenten und Methoden der Künstlichen Intelligenz. Daraus entstehen auch Mehrwerte, die – wie bspw. Angebote für Assistenzsysteme für Menschen mit Unterstützungsbedarf – teils weit über die Energieversorgung hinaus gehen.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Die Elektrifizierung des Verkehrs wird eine große Herausforderung sein. Der Energiebedarf wird so stark steigen, dass die Verteilnetze durch die flächendeckende Ladeinfrastruktur und die zusätzliche Flexibilität an ihre Belastungsgrenzen kommen. Gleichwohl ist dies ein Bereich, in dem wir Dinge jetzt ermöglichen können und eben auch durch Transparenz und Hilfestellung zum richtigen Umgang mit Energieverbräuchen beitragen können.

Im Verkehrssektor wird insbesondere die Entwicklung der Antriebstechnik für die Akzeptanz und die Durchsetzungsfähigkeit entscheidend sein. Aber auch Lademöglichkeiten und damit einhergehender Netzausbau werden den zeitlichen Rahmen der Entwicklung bestimmen. Die Optimierungsmöglichkeiten, die dabei die Digitalisierung eröffnet, könnten beispielsweise das Maß des nötigen Netzausbaus verringern und zusätzliche Geschäftsmodelle bieten.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Klimawandel und Klimaschutz gelten als größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Eine klimaschonende Energieversorgung und die Förderung von Nachhaltigkeit sind wesentliche Geschäftsgegenstände von EWE. Klimaneutralität verstehen wir als Leitgedanken. Denn unser Anspruch lautet: Klimaschutz machbar machen. Heute. Morgen. Für Generationen. Bis 2035 entwickelt sich EWE Schritt für Schritt zu einem klimaneutralen Unternehmen. Viele verschiedene Maßnahmen werden dazu beitragen, Emissionen konsequent zu vermeiden und zu reduzieren. Diese Ausrichtung müssen wir auch im Digitalkontext betrachten. Das schließt Kenntnisse über die Herausforderungen unserer Stakeholder ein. Aber natürlich müssen wir uns auch selbst ständig hinterfragen, welche Skills wir benötigen, um eine echte Digital Utility zu werden. 

Dr. Tanja Wielgoß

Vorstandsvorsitzende Vattenfall Wärme Berlin AG

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Es geht nur zusammen. Politik braucht Wirtschaft, Wirtschaft braucht Politik. Land braucht Stadt. Stadt braucht Land. Unsere Kinder und Kindeskinder brauchen das Engagement von uns allen heute. Die besonders hart vom Wandel betroffenen brauchen umsichtig und auf die großen Hebel fokussierende Akteure in der Energie- und Wärmewende.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Die Aufgabe, die wir vor uns haben, können und werden wir nur bewältigen, wenn wir einander helfen, wenn wir uns auf das Ziel konzentrieren und zulassen, dass es mehrere Wege zur Zielerreichung gibt, wenn wir deutlich agiler und schneller arbeiten. Wenn 80% praktisch erreicht besser sind als 100% theoretisch diskutiert. Die Ziele sind weitgehend klar, diese immer weiter zu verschärfen, ohne zu sagen, wie sie erreicht werden sollen, führt in die Irre. Reden spart kein Gramm CO2. Machen ist die Königsdisziplin - denn nur sie hilft wirklich dem Klima.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

In großen urbanen Räumen führt die Dezentralität in die Irre. Genauso wie der ÖPNV das effizienteste System ist, um sehr vielen Menschen Mobilität zu ermöglichen, erlauben es effizient organisierte Stadtwärmesysteme im Sinne von shared heating Millionen von Menschen, komfortabel mit Wärme versorgt zu werden. Je mehr Menschen sich zusammenschließen, desto effizienter wird das System und desto kostengünstiger fällt auch die Dekarbonisierung aus. Die Digitalisierung hilft hier dabei, die enorme Komplexität in den energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu meistern und das System bestmöglich auszusteuern – sei es in Bezug auf verschiedenste Wärmequellen von Power-to-Heat über Großwärmepumpen bis hin zu Biomasse oder KWK-Anlagen, die Wärme- (und Strom) Vermarktung und die Netzsteuerung über Smart Meter. 

Christian Heine

Geschäftsführer Wärme Hamburg GmbH

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Für die Wärme Hamburg stehen bereits heute und künftig sogar verstärkt die Kooperationen mit der Industrie und ein partnerschaftliches Vorgehen bei gemeinsamen Vorhaben zur Sektorenkopplung im Mittelpunkt. So haben wir uns mit Shell, Vattenfall und Mitsubishi um die IPCEI Förderung der EU für Wasserstoff beworben. Sektorenkopplung geht nur gemeinsam. Der BDEW ist für und mit den Unternehmen unterwegs, und war beim Einsatz für die KWKG Novelle 2020 und als Mittler zwischen Branche und Politik bei den Corona-Maßnahmen wichtiger Partner.  Zur Erreichung der Klimaziele 2020 hat die Energiewirtschaft gemeinsam viel erreicht – und wird weiter ambitioniert liefern!


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Die Energiewirtschaft hat hohe Klimaschutzambitionen, und soll mit der geplanten Novelle des Bundesklimaschutzgesetzes wieder einen wichtigen Beitrag leisten. Es bedarf jedoch der rechtlichen Rahmenbedingungen, die innovative Projekte unterstützen. Neben dem KWKG bildet die Bundesförderung effiziente Wärmenetze einen wichtigen Baustein. Erneuerbare und klimaneutrale Wärmelösungen müssen durch nachhaltige Biomasse ergänzt werden. Die Sektorenkopplung muss zur Integration von Strom in andere Sektoren vorangetrieben werden – eine Entlastung der Strompreise von Abgaben und Umlagen ist notwendig. 


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Die Wärme Hamburg befindet sich mitten in der Transformation des Wärmesystems. Beim Energiepark Hafen wird modular geplant: eine kleinere effiziente KWK-Anlage ermöglicht die ganzjährige Nutzung von Erneuerbaren und klimaneutraler Abwärme. Damit wird das gesamte System komplexer und kleinteiliger, unter Verlust der günstigen Skaleneffekte. Chancen bietet die Dezentralität bei der Besicherung.   Die Steuerung wird aufwändiger. Abwärme von Dritten wird nach deren Können und Vermögen geliefert und muss ausgeglichen werden. All dies geht nur mit verstärkter Digitalisierung. Die Einhaltung der Datensicherheit hat hier hohe Relevanz.

Henry Otto

Leiter Beratung Energiewirtschaft PwC Deutschland

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Energiewende, Dekarbonisierung und ESG-Transformation für mehr Nachhaltigkeit sind Entwicklungen in der Energiewirtschaft, in denen Herausforderungen stecken und die enorme Potenziale bieten. Antworten auf diese bedeutenden gesellschaftlichen Fragen zu finden, fordert einschneidende Veränderungen für uns alle. Gemeinsam mit unseren Kunden müssen wir dafür sorgen, dass wir deutlich mehr als bisher erreichen, um als Energiewirtschaft einen substanziellen Beitrag zum Eindämmen des Klimawandels zu leisten.


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Eine der dringendsten Herausforderungen stellt die Umsetzung der Dekarbonisierung unserer Industrien und Privathaushalte dar. Dabei ist grüner Wasserstoff ein integraler Bestandteil zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens. Um die prognostizierte, potentielle Nachfrage dieses Energieträgers in den kommenden Jahren mit wettbewerbsfähigen Kosten Realität werden zu lassen, brauchen wir bereits heute weitreichende Investitionen und regulatorische Unterstützung. Dekarbonisierung funktioniert jedoch nicht nur über neue Technologien. Holistische Ansätze und daraus entstehend die Generierung von Synergien, auch im Bereich der Wärmewende, werden verstärkt zukünftige Lösungen z. B. im Bereich des Quartiersmanagements bestimmen. Gleichzeitig ist es wichtig, aktiv Energie einzusparen und damit das Thema Energieeffizienz wieder stärker in den Blick zu nehmen.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Um die Transformation zu einer stabilen Versorgung mit Energien aus erneuerbaren Quellen zu gewährleisten, ist unter anderem der Aufbau eines Smart Grids, also eines digitalen, intelligenten Stromnetzes, in dem auch ein Datenaustausch stattfindet, notwendig. Hierbei besteht die große Herausforderung, bestehende Alt-Systeme - allen voran die als Insellösungen konzipierten OT-Systeme - in Einklang mit modernen Smart Grid-Komponenten zu bringen. Die Sicherheitsstandards der in der Legacy-Technik verwendeten Software sind jedoch selten auf aktuelle Bedrohungen durch Cyber-Angriffe ausgelegt und stellen so ein hohes Sicherheitsrisiko im Gesamtsystem dar. Diese Thematik wird auf dem Kongress gesondert beleuchtet. Ich freue mich auf die Teilnahme meines PwC-Kollegen Moritz Anders an dieser Diskussion.

Metin Fidan

Energy Sector Leader Deutschland, Schweiz und Österreich, EY

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Wir leben in einer Zeit, in der wir hochkomplexe Herausforderungen nur noch im Schulterschluss aller Beteiligten lösen können. Die Dekarbonisierung der Wirtschaft ist dafür das eindringlichste Beispiel. Durch die Energiewende hat ein wesentlicher Wirtschaftszweig bereits erfolgreich Co2 reduziert, jetzt sind die anderen Sektoren genauso gefordert. Verkehr, Industrie oder Wohnen- alle Sektoren stehen vor einer fundamentalen Wende. Und alle sind miteinander vernetzt. Ökonomisch tragfähige Lösungen kann es heute nur in Ökosystemen geben. Wir nennen das Sektorkonvergenz. Plakativer ausgedrückt: Miteinander ist das neue Gegeneinander. Nur gemeinsam erreichen wir das große Ziel. 


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Ich spreche in dem Zusammenhang gerne von den drei D’s der Energiewende. Da ist zum einen die Digitalisierung- durch intelligente Netze, durch Smart Metering. Produzenten und Konsumenten können sich passgenau vernetzen, Bedarfe werden minutiös berechenbar. Da ist, zweitens, die Dezentralisierung der Energieerzeugung- Konsumenten werden genauso zu Produzenten, zu Prosumern. Das gibt der Energiewende einen gewaltigen Anschub. Und da ist, zum dritten, die Dekarbonisierung der Industrie. Diese ist nur möglich nur den massiven Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Ohne grünen Strom kein grüner Wasserstoff. Und ohne H2 kein Abschied von CO2.


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Es gibt ein schönes Sprichwort, das die Herausforderung der Energiewirtschaft beschreibt: „Man soll das eine tun und das andere nicht lassen.“ In der Organisationspsychologie heißt das „Ambidextrie“, Beidhändigkeit. Das bedeutet: Der Regelbetrieb muss verlässlich weiterlaufen und noch effizienter werden, um Margen zu steigern und den Unternehmenswert zu sichern. Gleichzeitig muss das Management die Transformation treiben und Investitionen in die Zukunft tätigen. Ein solcher Wandel bei laufendem Betrieb ist keine einfache Aufgabe. Er verlangt neue Prozesse, Strukturen und Sichtweisen im Unternehmen. Und vor allem: Mut zu Entscheidungen statt Angst vor dem Scheitern.

Dr. Peter Röttgen

Vice President Public Affairs Germany, Member of the Management Board Fortum Deutschland SE

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Die Transformation des Energiesektors gelingt nur, wenn Energieversorger, Technologieanbieter, Kommunen und Verbraucher eng zusammenarbeiten. Fortum verfügt hier bereits über viel Erfahrung und den nordischen Pragmatismus. Die gemeinsame Anstrengung im Rahmen der Energiewende führt dabei nicht nur zu einer modernen Infrastruktur und Wirtschaftswachstum im Namen des Klimaschutzes. Mit zielgerichteten Investitionen und gemeinsamen Zielvorgaben schaffen wir eine innovative Zukunft und internationale Wettbewerbsfähigkeit. 


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Energie muss sauber generiert, ständig verfügbar und gleichzeitig günstig sein. Vor dem Hintergrund der Energiewende sind neue Lösungen vonnöten, um diesen Spagat zwischen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Bezahlbarkeit zu ermöglichen. Energieversorgung und Energienutzung erfolgen jedoch in einem sehr eng gesetzten Rahmen, der immer noch die Großkraftwerksstruktur der Vergangenheit reflektiert. So ist etwa die scharfe Abgrenzung von Strom, Gas und Wärme nicht mehr zeitgemäß. Neue, innovative Energienutzungen brauchen mehr Freiheit. Wir benötigen neue Konzepte, die die dekarbonisierte, dezentrale und digitale Zukunft unseres Energiesystems berücksichtigen – und einen Rechtsrahmen, der das ermöglicht.

Mit Uniper gehört die Fortum-Gruppe zu den führenden Gasanbietern in Europa. Erdgas ist der notwendige flexible Partner der Erneuerbaren, um die Dekarbonisierung schon heute zu ermöglichen. Gleichzeitig bringen wir den Umbau des Energiesystems voran und haben die Erneuerbaren und den Hoffnungsträger Wasserstoff ins Zentrum unser Strategie gestellt.

 

Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Unternehmen arbeiten mit der technischen und ökonomischen Realität ihres Anlagenportfolios. Investitionen in Veränderungen müssen solide finanziert werden und zukunftsfähig sein. Trotz Abkehr von der Energieerzeugung mit fossilen Energierohstoffen muss im Übergang ständige Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gewährleistet werden. Diese Operation am offenen Herzen, an einem System, das sich täglich neu beweisen muss, ist die eigentliche Herausforderung. Dabei stehen dem Aufbau neuer Technologien stets erhebliche Herausforderungen und Barrieren gegenüber, die es sportlich zu überwinden gilt.

Dr.-Ing. Harald Schrimpf

Vorstandsvorsitzender PSI Software AG

Was verbinden Sie mit dem Leitmotiv "WIR.ERREICHEN.MEHR“ des BDEW Kongress 2021?

Die neuen, höheren Klimaziele sind eine spannende Herausforderung für die Netzbetreiber. Wir als Softwareausrüster werden unserer Pflicht nachkommen, entsprechend weitführende Netzleitsoftware bereitzustellen. Die Energieversorger in Deutschland sind willens und fähig dies umzusetzen, vorausgesetzt, dass der rechtliche Rahmen bis einschließlich der Genehmigungsprozesse schritthält. 


In welchen Bereichen sehen Sie den größten Bedarf jetzt Dinge „ZU ERMÖGLICHEN.“?

Der Sektor Energiewirtschaft wird auch die neuen Ziele erreichen. Aber die Sektoren Wärme, Verkehr und Industrie müssen nun nicht nur erneuerbare Energien erzeugen oder beschaffen, sondern auch ihre Wertschöpfung radikal umbauen. Ein Beispiel ist der Umstieg auf Wasserstoffreduktion in der Stahlindustrie. Als Softwarehersteller sind wir mit zweitausend Ingenieuren in beiden Sektoren tätig und sehen insbesondere auch in der Industrie noch großes Potential, mit KI die Produktionspläne trotz aller Restriktionen mehr nach EEG-Dargebot auszurichten und so mehr Flexibilität 


Welche Herausforderungen ergeben sich für die Energie-Unternehmen bei der Transformation hin zum dezentralen und digitalen Energiesystem?

Viele Netzbetreiber arbeiten an der digitalen Transformation. Als Softwarehersteller haben wir für die Niederspannung ein neues Leitsystem entwickelt, dass aus der Web-Cloud und hochflexibel Millionen dezentraler Steuerpunkte führt. Der Netzausbaupfad wird kostenoptimiert berechnet und ist unter Verwendung von KI und IOT deutlich günstiger und schneller, als in konventioneller, zentraler Technik.