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Interviews 2018
Warum diese Partner auf dem BDEW Kongress 2018 vertreten sind
Konstantin von Oldenburg
Geschäftsführer, VNG Handel & Vertrieb GmbH

Was verbinden Sie mit dem neuen Leitmotiv "Tempo" des BDEW Kongress 2018?

Das Wort „Tempo“ verbinde ich mit der Ausgliederung des VNG AG Geschäftsbereichs Handel in die VNG Handel & Vertrieb GmbH, was wir erfolgreich innerhalb eines Jahres umsetzen konnten. 

 

 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Ihr Unternehmen in der neuen Energiewelt?

Der Markt und die Marktteilnehmer befinden sich in einer Phase der Neuausrichtung und Neuaufstellung. Wir haben uns bereits so aufgestellt, dass wir dem Bedürfnis der Kunden nach Individualisierung entsprechen und unsere Prozesse effizient standardisiert und automatisiert haben. Letzteres aber ist „nie zu Ende“ und ist sicherlich eine der großen Herausforderungen.

Wie gehen Sie mit diesen Herausforderungen um?

Wir sind in der VNG Handel & Vertrieb ein kleineres und wendigeres Schiff, welches 60 Jahre Markterfahrung mit einer an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten Produktvielfalt verbindet. Dies und die sehr erfahrene und engagierte Mannschaft an Bord macht mich zuversichtlich.

Dr. Martin Grundmann
Geschäftsführer, ARGE Netz

Was verbinden Sie mit dem neuen Leitmotiv "Tempo" des BDEW Kongress 2018?

Erstens: Die Energiewende braucht mehr Tempo, mehr Kraft und Mut!

Zweitens: Echtzeitenergiewirtschaft ist der Schlüssel der Energiewende. Mit unserem Erneuerbaren Kraftwerk machen wir das heute schon und helfen damit den Einsatz von Erneuerbaren-Strom in den Sektoren Industrie, Wärme und Mobilität, voranzubringen.

 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Ihr Unternehmen in der neuen Energiewelt?

Wärme aus fossilen Energien ist wegen niedrigerer Steuern fünfmal billiger als Wärme aus erneuerbarem Strom. Wir brauchen einen wirksamen CO2-Preis und die Verringerung von Abgaben auf erneuerbaren Strom für die Sektorkopplung.

 

Welche konkrete Maßnahme würden Sie für das Gelingen der Energiewende empfehlen?

Momentan besteht keine Möglichkeit, erneuerbaren Strom über das Netz der öffentlichen Versorgung – unter Nutzung der Herkunftsnachweise – direkt an Dritte zu veräußern. Erneuerbare müssen Direktlieferverträge mit Unternehmen abschließen dürfen, damit die Energiewende in der Industrie ankommt.

Gregor Wölm
Bereichsleiter EVU/ Industrie/ Head of Division Utilities/ Industry, Energy2market

Was verbinden Sie mit dem neuen Leitmotiv "Tempo" des BDEW Kongress 2018?

Die Veränderungsgeschwindigkeit steigt für alle Marktteilnehmer. Akteure, die sich bewusstmachen, dass sich Lücken für neue Geschäftsmodelle schnell auftun können und sehr rasches Handeln erfordern, werden künftig deutlich im Vorteil sein.

 

 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Ihr Unternehmen in der neuen Energiewelt?

Als Aggregator und Kind der neuen Energiewelt haben wir gelernt, mit heterogenen Technologien und vielfältigen Kunden zu agieren. Jetzt gilt es, unser virtuelles Kraftwerk schnell und effizient als skalierbare Plattform weiter zu entwickeln, um Geschäftsmodelle noch variabler zu implementieren.

Wo setzen Sie da genau an?

Wir erleben aktuell, dass Effizienz, Geschwindigkeit und Individualität in den Geschäftsmodellen von entscheidender Bedeutung sind. Dies unterstützen z.B. unsere Partnerschaften mit Swytch (Blockchain), Ampard (Kleinstspeicher) oder BMW (Groß-Prosumer) und ermöglichen uns den Zugriff auf neue Technologien, Kundensegmente und Erlöspfade.

Matthias Taft
CEO BayWa r.e. and Member of the Executive Board of BayWa AG

Was verbinden Sie mit dem neuen Leitmotiv "Tempo" des BDEW Kongress 2018?

Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, müssen wir die Geschwindigkeit der Energiewende erhöhen. Das aktuelle Energiesystem in Deutschland fußt noch immer auf den Strukturen und Prozessen der konventionellen Energieerzeugung. Wenn wir 100% Erneuerbare erreichen wollen, brauchen wir einen zügigen Umbau hin zu Rahmenbedingungen, die eine dezentrale und flexible Energieerzeugung sowie das Wachstum der E-Mobilität ermöglichen.

 

 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Ihr Unternehmen in der neuen Energiewelt?

Durch die zunehmende Etablierung von Groß- und Kleinspeichern im Energiemarkt und die viel diskutierte Sektorenkopplung sind neue, ganzheitliche Energielösungen sinnvoll und immer mehr gefragt. Als breit aufgestelltes, internationales Erneuerbare Energien Unternehmen spüren wir das in unserer täglichen Arbeit in besonderer Weise und stellen uns dieser Herausforderung, um unseren Kunden gerecht zu werden. Das erfordert innovatives Denken und auch das Infragestellen von gelernten Herangehensweisen in den einzelnen Fachbereichen. Wir glauben, dass wir hier für die Zukunft gut aufgestellt sind, müssen aber noch an interner Kollaboration und Etablierung von integrierten Kundenangeboten arbeiten.

 

Welches ist für Sie das derzeit drängendste Thema?

Wir sehen bei einer steigenden Anzahl von Unternehmen den Wunsch in Erneuerbare Energien zu investieren und damit zum Prosumer zu werden. Jetzt gilt es, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen um dies nachhaltig zu ermöglichen. Leider wird dieser Prozess durch ein immer komplizierter werdendes Regelwerk und weiter bestehender Unsicherheit hinsichtlich zukünftigen Umlagen und Netzentgelten behindert. Zugleich werden mögliche Kostensenkungen bei den größeren Projekten durch restriktive Flächen-, und Abstandsregeln ausgebremst. Hier gilt es Lösungen für kostengünstige Windparks und Solar-Freiflächenanlagen in Modellen anzubieten, welche die Akzeptanz sichern, ohne die Kosteneffizienz zu behindern.

Alexander Land
Leiter Kommunikation und Energiepolitik, Open Grid Europe

Was verbinden Sie mit dem neuen Leitmotiv „Tempo“ des BDEW Kongress 2018?

Ich verstehe das so, dass wir bei der Energiewende Tempo brauchen. Die Energiebranche fordert mehr Tempo von Politik und Verwaltung. Aber die Branche ist auch bereit, selber mehr Tempo an den Tag zu legen, damit die Energiewende ein Erfolg wird.

 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Ihr Unternehmen in der neuen Energiewelt?

Wir kämpfen ums Überleben. Aber wir sehen ganz klar die Potenziale der Gasinfrastruktur, weil wir GRÜN können, GRÜN wollen und GRÜN werden - und uns damit einen Platz im künftigen Energiesystem sichern.

 

Welche Chancen ergeben sich für Open Grid Europe aufgrund der zunehmenden Sektorenkopplung?

Wir verstehen unter Sektorenkopplung das Zusammenwachsen der Strom- und Gasinfrastruktur zu einem effizienten Energiesystem. Das finden wir gut, weil es unter Umwelt- wie Ökonomieaspekten sinnvoll ist. Für uns ergibt sich daraus die Zukunft.

Dr. Gerhard Holtmeier
Vorstandsvorsitzender, GASAG

Was verbinden Sie mit dem neuen Leitmotiv "Tempo" des BDEW Kongress 2018?

Der Klimawandel wartet nicht auf uns. Wenn wir Ziele regelmäßig verfehlen, liegt das auch daran, dass zuviel über 2050 philosophiert wird und zu wenig angepackt wird, wo schon heute etwas zu tun wäre.  Die großen Potenziale der sogenannten „Low hanging fruits“ wie z.B. der Heizungsmodernisierung, müssen wir schneller heben. Insofern brauchen wir eindeutig mehr Tempo.

 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Ihr Unternehmen in der neuen Energiewelt?

Gerade in Großstädten wird die Energiezukunft wesentlich smarter, dezentraler, grüner und partizipativer sein. Das bedeutet für uns als Energiedienstleister der Hauptstadt, unsere Angebote auf diese Kundenbedürfnisse auszurichten. Dazu müssen wir sowohl individuelle Lösungen anbieten können, als auch das ganze Energiesystem in seiner Verflechtung verstehen und nutzen.

Welche Rolle wird Erdgas in der neuen Energiewelt noch spielen?

Kurz- und mittelfristig kann Erdgas erheblich zur Verbesserung der Klimabilanz und der Schadstoffreduktion beitragen – und zwar in allen Sektoren und oft konkurrenzlos günstig. Themen wie „power to gas“ und grünes Gas können langfristig zur Trumpfkarte der Energiewende werden: So kommt eine vorhandene Infrastruktur zum Einsatz und kann helfen, die Erneuerbaren ins energetische System zu integrieren.

Metin Fidan
Energy Sector Leader Deutschland, Schweiz und Österreich, EY

Welche Bedeutung hat für Sie „Tempo“, das Leitmotiv des BDEW Kongresses 2018, in Bezug auf das Thema Blockchain?

Der zukünftige Wandel wird von einer Reihe von Basistechnologien gestaltet, die in ihrer Wechselwirkung die Geschwindigkeit, mit der neue Anwendungen und Lösungen in der Energiewirtschaft entstehen, maßgeblich bestimmen. Transaktionszyklen werden kürzer, Produktinnovationen gelangen schneller auf den Markt und der Prosumer, aber auch der traditionelle Verbraucher kann von Innovationen schneller profitieren.
 

Vor welchen Herausforderungen stehen die Energieversorger im Kontext der Durchsetzung von Blockchain??

Energieversorger müssen ihre Rolle in einer Welt, die durch Prosumer und deren zukünftige bidirektionale digitale Interaktion geprägt ist, fortlaufend neu definieren. Das bedeutet, sie müssen Möglichkeiten finden, Kunden in ihrem Bedürfnis nach Autarkie und Individualität zu unterstützen.

Was sind die künftige Geschäftsmodelle für die Blockchain-Technologie?

Für Energieversorger sind Peer-to-Peer-Stromnetzwerke, der Energiehandel und Zertifikate am spannendsten. Weitere Anwendungen umfassen u. a. auch die flächendeckende Lade- und Zahlungsabwicklung bei Elektroautos, im Asset- und Rohstoffmanagement, beim Einsatz virtueller Kraftwerke etc.

 

Was sind die die größten Herausforderungen für die Durchsetzung der Blockchain-Technologie?

Nachdem der Energieverbrauch und die Wirtschaftlichkeit weiter optimiert werden, muss die Interoperabilität verschiedener Blockchains und anderer digitaler Anwendungen in einem zukünftigen Energiemarkt gewährleistet werden.

Thomas Meth
Executive Vice President, Sales & Marketing, Enviva

Was verbinden Sie mit dem neuen Leitmotiv "Tempo" des BDEW Kongress 2018?

„Tempo“ ist was wir dringend benötigen, um uns dem Klimawandel zu stellen. Nach dem Atom- und Kohleausstieg brauchen wir schnell Lösungen, um eine sichere Strom- und Wärmezufuhr zu garantieren. Bei hohem „Tempo“ sind wir pragmatisch. Anstatt also davon zu sprechen, was alles passieren „sollte“, sprechen wir davon, was wir alles umsetzen „werden“.


 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Ihr Unternehmen in der neuen Energiewelt?

Die Umstellung ausgewählter KWK-Anlagen von Kohle auf Biomasse kann einen erheblichen Beitrag zu der Dekarbonisierung der Strom- und Wärmeproduktion leisten und ist eine sinnvolle Ergänzung der Wind- und Solarenergie. Unternehmen wie Enviva haben nun die Aufgabe, einen konstruktiven Dialog über Biomasse anzuregen.

Enviva stellt industrielle Holzpellets her – wie kann Biomasse sinnvoll in die deutsche Energie- und Wärmeproduktion eingebunden werden?

Biomasse steht uns heute zur Verfügung, um die Dekarbonisierung voranzutreiben, und schafft so Zeit für die Entwicklung zusätzlicher, erneuerbarer Lösungen. Die wichtigste Voraussetzung: die Holzbeschaffung muss den höchsten Nachhaltigkeitsstandards entsprechen.

Tim Ulbricht
Geschäftsführer, Kiwigrid

Was verbinden Sie mit dem neuen Leitmotiv "Tempo" des BDEW Kongress 2018?

Die Digitalisierung wirbelt den Energiemarkt durcheinander. Das ist nicht neu. Neu ist die Geschwindigkeit, mit der dies passiert. Wir sind fest davon überzeugt, dass vor allem der Energievertrieb im Ergebnis dieser Veränderung nichts mehr mit dem von heute zu tun haben wird. Und das schneller als viele denken.


 

Welche Herausforderungen ergeben sich für Ihr Unternehmen in der neuen Energiewelt? 

Dem Energiedienstleister der Zukunft öffnet sich derzeit ein gigantischer Blumenstrauß an möglichen neuen Produkten. Auch für uns liegt die Herausforderung weniger in der Technologie als vielmehr in der Vermarktung. Der Erfolg fällt und steht mit Marketing, Vertrieb und dem Kunden.

Was ist ihre konkrete Antwort auf diese rasante Veränderung? 

Wir bauen die führende Industrieplattform für digitale und IoT-basierte Energiedienstleistungen und erwecken diese mit einem branchenübergreifenden Ökosystem zum Leben. Wir denken dabei die energiewirtschaftliche Wertschöpfung 100% kundenzentriert, digital und dezentral.

Auf dem BDEW Kongress geht es um zentrale Themen der Energiewirtschaft 2019. Seien Sie vom 5.–6.06.2019 in der STATION-Berlin auf dem BDEW Kongress 2019 dabei. Gestalten Sie Ihre Kongresstage als Teilnehmer selbst oder werden Sie Partner einer der begehrten Themenwelten auf dem Event. Wir freuen uns, Sie in Berlin auf unserer Veranstaltung zu begrüßen!